BNN: „Wo der Honig herkommt ist nicht egal…!“

…so viel war für die Besucher klar, die am Sonntag der Einladung des Imkervereins Bruchsal e.V. und der Gemeinde Ubstadt-Weiher zu einer Führung im Rahmen der Öko-Regio-Tour gefolgt waren.

Bereits auf der kurzen Wanderung zum Lehrbienenstand erfuhren die Teilnehmer, dass Bienen in einer vielfältigen Landschaft mit Obstbäumen, Hecken, Rapsäckern, Mähwiesen und naturnahen Gärten gut leben können, weil sie ausreichend Futter finden. Am Lehr-Bienenstand am Kallenberger Weg angekommen, lernten die Besucher zunächst einige wilde Verwandte der Honigbienen kennen: Verschiedene Wildbienen und kleine, buntschillernde Goldwespen flogen am Wildbienenhotel ein und aus. In Glasröhrchen konnte man genau sehen, wie in einer Brutröhre mehrere Eier und Larven in einzelne Kammern abgelegt waren. Zufällig zeigte sich auch eine stolze Hornissenkönigin, die offensichtlich auf der Suche nach einem geeigneten Platz für ihr Nest war. „Ein Hornissenvolk verputzt ca. 500 gramm Insekten am Tag“ berichtete der Imker Walter Flohr, „und die kleinen Faltenwespen, die ihre kugeligen Nester oft an Schuppendecken aufhängen, haben einen Riesenappetit auf Blattläuse! Beide tragen also ganz wesentlich zu Schädlingsbekämpfung bei!“

Tag der Offenen Tür

An einem historischen Bienenkorb zeigte Walter Flohr dann wie alte und neue Waben aussehen. An den Waben einer modernen Beute konnte man sehen, wie sich in den älteren Waben die Bienenbrut entwickelte, wie der eingelagerte Nektar in den neuen Waben schimmert, in denen er zu leckerem Honig heranreift, wie Arbeiterinnen im Volk mit ihren Flügeln Feuchtigkeit aus ihrer Beute fächern, um schließlich den reifen Honig in der Wabe mit einer dünnen Wachsschicht zu verschließen. Aus solchen gedeckelten Honigwaben kann der Imker oder die Imkerin dann endlich Honig ernten. „Solcher Honig aus unserer Region enthält Spuren von Pollen der Blütenpflanzen, die uns umgeben,“ erklärte Dieter Huber, „Wer heimischen Honig isst kann auf diese Weise Pollenallergien vermeiden oder lindern.“

Wer mehr erfahren möchte über Bienen und Imkerei ist eingeladen, sonntags zwischen 10 und 12 Uhr den Lehrbienenstand zu besuchen. Dann treffen sich die Imker des Vereins zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch und lassen Interessierte an ihrem Wissen teilhaben. Weitere Infos erteilt auch Silke Weber vom Bau- und Umweltamt der Gemeinde Ubstadt-Weiher unter weber@Ubstadt-Weiher.de und Tel. 07251/617-22.