Anfängerkurs am Bienenlehrstand Ubstadt

Emsig wie die Bienen!

Am Ubstädter Bienenlehrstand wird fleißig gearbeitet- Erlebnisse einer Imkeranfängerin

Bereits Albert Einstein wusste um die enorme Aufgabe sowie Bedeutung der kleinen Biene. Denn ohne diese hätte der Mensch nur noch knapp vier Jahre auf der Erde zu leben. Denn neben der Produktion von Honig ist die Biene für noch vieles mehr verantwortlich, unter anderem auch für die Produktion von Wachs, Propolis und Gelee Royale. Die Hauptleistung der Biene ist allerdings die stete Bestäubung unzähliger Blüten. Dieser Fleiß und noch vieles mehr wurde sehr aufschlussreich und kurzweilig von Hans Singer erläutert und am lebenden Objekt demonstriert.  Auch was man zur artgerechten Bienenzucht benötigt und wie man an den allseits beliebten Honig gelangt wurde allen Teilnehmern sehr geduldig nahe gelegt. Verzweifeln musste niemand, denn alle Fragen wurden ausreichend beantwortet. Sei es bei der Beschaffung der Zargen und Rähmchen, oder bei der Anwendung der verschiedenen Behandlungsmitteln zum Schutz gegen den größten Feind der Biene –der Varoa-Milbe- es wurde mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Sehr spannend waren auch die Erklärungen von Organisation und Arbeitsverteilung innerhalb der Bienenvölker. Diese sind nämlich stark durchstrukturiert. Zunächst einmal gibt es die Drohnen, das sind die männlichen Bienen. Sie haben einen pummeligen, dicken Körper. Man findet sie nur im Sommer und am Sommeranfang. Dann gibt es die Arbeiterinnen, das sind die weiblichen Bienen. Sie erledigen fast alle Arbeiten im Stock. Und zu guter Letzt gibt es noch die Königin. Sie ist das einzig vollentwickelte und fortpflanzungsfähige Weibchen im Staat und zugleich die „Mutter“ aller übrigen Bienen im Volk, die untereinander alle voneinander abhängig sind- keine Biene könnte alleine überleben. Damit wir Menschen also unseren Honig bekommen, muss diese Struktur einwandfrei funktionieren. Auch sollten die Völker in einer vielfältigen Landschaft leben dürfen, mit Mähwiesen, Rapsäckern, Obstbäumen etc., also in einer Landschaft, in der sie ausreichend viel Futter finden können. Denn nur wenn das der Fall ist, kann der Imker auch den leckeren, goldenen Honig ernten. Den Teilnehmern des Imkerkurses wurde am Ubstädter Bienenlehrstand eindrucksvoll gezeigt,  wie man an diesen herankommt. Denn die Biene lagert den gewonnenen Nektar in Waben ein, in denen er dann zu dem heranreift, was wir morgens auf unser Brot schmieren. Die Arbeiterinnen im Volk fächern dann mit ihren Flügeln Feuchtigkeit aus ihrer Beute, um schließlich den reifen Honig mit einer dünnen Wachsschicht zu verdeckeln. Das alles und vieles mehr wurde auf einer sehr angenehme Art und Weise vermittelt und man freute sich sehr auf die spannenden Treffen mit den sympathischen Teilnehmern. Man wird höchstwahrscheinlich nicht das große Geld mit dem Honig machen,  was bleibt ist aber die Freude an einer spannenden Freizeitgestaltung, am Bienenlehrstand oder im Privaten- beim eigenen kleinen Bienenvolk.

Julia Braun

 

 
 

Kommentare sind geschlossen.