Monatsarchiv für Juli 2016

ÖkoRegio-Tour am Tag der deutschen Imkerei beim Imkerverein Bruchsal e.V.

Zum Tag der deutschen Imkerei hatte der Imkerverein Bruchsal e.V. am vergangenen Sonntag zum Lehrbienenstand in Ubstadt eingeladen. Dabei ging es nicht nur um die Honigbiene, sondern auch um deren wilde Verwandte: Wespen, Hummeln, Wild- und Honigbienen – sie alle gehören zur Insektenordnung der Hautflügler und für manche Menschen sind sie alle gleich: gestreifte Insekten die stechen können und deshalb keine besonderen Sympathien genießen. Dass sie aber in vielerlei Hinsicht nützlich, in ihrer Lebensweise höchst unterschiedlich und keinesfalls alle schwarz-gelb gestreift und lästig sind, das erfuhren die Besucher vom Vereinsvorsitzenden Hans Singer sowie anderen Mitgliedern des Imkervereins.

Die Zwerge unter den Wildbienen bleiben nur 2 mm klein während es die Holzbiene als größte heimische Wildbiene auf bis zu 4 cm Körperlänge schafft. Flügel und Körper der Holzbiene schillern in schwarz-violett, Goldwespen glänzen überwiegend in Blautönen und viele andere Arten tragen einen mehr oder weniger gestreiften braunen ‚Pelz‘. Die Bienen-Verwandtschaft ernährt sich fast ausschließlich vegetarisch und sorgt bei ihrer Futteraufnahme für die Bestäubung unzähliger Wild- und Kulturpflanzen. Wespen und Hornissen füttern ihren Nachwuchs mit tierischem Eiweiß in Form von Läusen, Schnaken und anderen Insekten und regulieren so das Vorkommen vieler Schädlinge und Plagegeister.

Selbst die Lebensweise der verschiedenen Hautflügler kann unterschiedlicher kaum sein: Die allermeisten Wildbienen leben solitär und legen ihre Eier mit einem Legestachel in die Erde oder in Pflanzenteile. Hummeln und soziale Faltenwespen, dazu gehören auch Hornissen, bilden über Sommer mehr oder weniger große Völker, die im Spätjahr absterben – lediglich die Jungköniginnen überwintern, um im nächsten Frühjahr ein neues Volk zu begründen. Bei den Honigbienen dagegen überwintert das Volk mit seiner Königin. Deshalb legt die Honigbiene eine große Menge an Wintervorrat an, von dem der Imker einen Teil aberntet. Und selbst der Honig unterscheidet sich in Aussehen, Inhaltsstoffen und Geschmack, je nach dem von welcher Pflanze das ‚flüssige Gold‘ von den Bienen eingetragen wurde: Wie gut und verschieden die Honigarten schmecken, durften große und kleine Besucher beim Imkerverein probieren.

Köstliche Honigverkostung beim Imkerverein Bruchsal e.V.

Köstliche Honigverkostung beim Imkerverein Bruchsal e.V.

Honigernte beim Imkerkurs 2016

Der goldene Tag!

Am 9. Juni war es endlich soweit, der langersehnte Tag der Honigernte war gekommen.

In großer Vorfreude auf die erste Honigernte rückten wir Jungimker mit Honigeimern an.

Erfahrene Imker des Imkervereins Bruchsal hatten alles liebevoll bis ins Kleinste vorbereitet.

Durch die halbgeöffnete Tür des Vereinsheims erspähten wir eine Honigschleuder, übrigens die erste, die ich je in meinem Leben gesehen hatte.

Auch gab es viereckige Kisten mit Schiebeglasdeckeln, die aber noch leer waren.

Um unsere Spannung noch zu steigern, hielt uns Hans Singer zuvor noch einen wissenswerten Vortrag über Honig und Honigtau. Auch erfuhren wir, was hinter der Bezeichnung „Backhonig“ steckt, wie man Honig lagert und wie wichtig es ist, hygienisch zu arbeiten, damit es nicht zu Gärungsprozessen kommt. Diese kann man an Bläschenbildung erkennen.

Jetzt aber an die Arbeit: Unsere Enkeltochter Melanie ging mit ihren 8 Jahren energiegeladen und mit viel Geschick ans Werk. Sie holte die Honigwaben aus dem Stock und befüllte damit die besagten viereckigen Kisten, die eigens für den Transport der Waben vom Stock zur Schleuder, von Hans und anderen Imkern gebaut worden waren.

Ganz schnell merkten wir auch, wofür die Schiebeglasdeckel wichtig waren: Die Bienen hätten sich auf die Honigwaben gesetzt und wären mitgeschleudert worden.

Im Vereinshaus wurden die Honigwaben entdeckelt, das hierbei entfernte Wachs ergibt ein wohlschmeckendes Kaugummi. Es duftet wunderbar.  Man kann es einfrieren und bei Bedarf kauen, es vertreibt Magen und Darmverstimmungen.

Dann wurden die tropfenden Waben in die Schleuder gestellt. Das Gefühl, als unser erster eigener Honig wie flüssiges Gold in den Honigeimer tropfte, ist einfach unbeschreiblich und dazu der Duft, der das ganze Vereinsheim durchzog. Himmlisch! Innerlich schickte ich ein Dankgebet zu Gott, dem Schöpfer, für diese Gabe.

Ein großer Dank gilt auch Hans Singer und seinen Helfern, die uns mit viel Engagement und fachkundigem Wissen in diese Geheimnisse Einblick gewähren.

 

Harald und Gabriele Maisch

Hete wird geerntet

Heute wird geerntet

prallvolle Waben

prallvolle Waben

entdeckeln...

entdeckeln…

und schleudern

und schleudern

Der Lohn der Mühe: köstlicher Honig

Der Lohn der Mühe: köstlicher Honig

Erste Impressionen aus dem Imkerkurs

Seit dem Frühjahr 2016 läuft der Imkerkurs für Jungimker. Zwei Teilnehmer sandten uns ihre Eindrücke zu, um mit allen Bienen-Interessierten ihre Begeisterung zu teilen:

Hier ein paar Impressionen vom sehr lehrreichen und spannenden Imkerkurs 2016 des Imkervereins Bruchsal.

Das Vereinsgelände in Ubstadt liegt paradiesisch.

Hier ist unser Treffpunkt für den Imkerkurs: Das Vereinsgelände des Lehrbienenstandes

Hier ist unser Treffpunkt für den Imkerkurs: Das Vereinsgelände des Lehrbienenstandes

Hier werden wir angehenden Jungimker (-innen),

gleich welchen Alters, geschult.

Unsere Bienenstöcke bleiben so lange dort, bis wir selbständig

imkern können.

Denn das müssen wir wissen:

Wie wir den Bienen ein Zuhause bieten, wie wir sie gesund

erhalten und bei Bedarf mit zusätzlicher Nahrung versorgen.

Dafür geben sie uns einen großen Teil ihres Honigs!

Harald und Gabriele Maisch

Hans Singer erklärt auf spannende Weise, Was ein Bienenvolk ausmacht.

Hans Singer erklärt auf spannende Weise, Was ein Bienenvolk ausmacht.

Bienenstich? kommt später. Jetzt erst mal Sicherheit

Bienenstich? kommt später. Jetzt erst mal Sicherheit

Praxisunterricht

Praxisunterricht

Es ist spannend, was in solch einem Volk vor sich geht.

Es ist spannend, was in solch einem Volk vor sich geht.