Anfängerkurs für Bienenhaltung 2018

Anfängerkurs für Bienenhaltung 2018
 Auch dieses Jahr hat der Imkerverein Bruchsal mit dem engagierten Team um seinen Vorstand Hans Singer einen Anfängerkurs für Bienenhaltung angeboten. 25 Jungimker und Jungimkerinnen haben so bei elf über das Jahr verteilten Terminen die Möglichkeit, aus erster Hand Wichtiges über das Leben der Bienen, ihre Haltung und letztendlich natürlich auch über die Honigernte zu erlernen.
Während der beiden ersten Kurse wird zunächst das notwendige theoretische Wissen über Bienen im Rahmen von Vorträgen vermittelt. Wichtiges „Bienenvokabular“ wie Zarge, Flugloch oder Baurahmen wird besprochen und eingehend erläutert. Hans Singer gibt zudem einen Überblick darüber, welches notwendige Handwerkszeug die Jungimker/-innen benötigen, um ihrem Hobby nachgehen zu können. Dabei geht er auch darauf ein mit welchen Ausgaben zu rechnen ist und welche örtlichen Gegebenheiten Voraussetzung für eine erfolgreiche Bienenhaltung sind.
 Die folgenden neun Veranstaltungen finden am liebevoll hergerichteten Bienenlehrstand in Ubstadt-Weiher statt.
Alle angehenden Imker/-innen, die die Möglichkeit genutzt haben ein Bienenvolk zu erwerben, bekommen dieses beim ersten Treffen übergeben. Der erste wichtige Schritt als Bienenhalter/-in ist damit erreicht: Das Umsetzen eines Bienenvolkes in den eigenen Kasten.
Da sich die Termine des Anfängerkurses an dem Entwicklungsstand der Bienenvölker orientieren, finden diese über das gesamte Jahr verteilt statt. Die Jungimker/-innen werden somit durch Hans Singer und sein Team ein Jahr lang bei allen wichtigen Entscheidungen begleitet und tatkräftig unterstützt.
 Zu Beginn einer jeden Veranstaltung am Lehrstand kommen alle Teilnehmer/-innen zusammen und werden zunächst in der Theorie über alle Arbeiten eingehend unterrichtet, die im Anschluss selbstständig am eigenen Bienenvolk durchgeführt werden dürfen. In der entspannten Runde werden zahlreiche Fragen beantwortet und über Probleme diskutiert.
Unter anderem wird die Bildung von Ablegern, die erste Reduzierung der Varroa-Milben durch Einsatz eines Baurahmens, die Entstehung und Verarbeitung des Honigs und selbstverständlich auch die Varroa-Bekämpfung mit Hilfe von Ameisen- und Oxalsäure besprochen.
Ständiger Begleiter ist leider auch die Angst vor dem Verlust ganzer Bienenvölker durch Vergiftungen. Auch unsere Honigbienen sind nicht vor der Gefahr geschützt, Opfer des Einsatzes von Insektenbekämpfungsmitteln durch die Landwirtschaft zu werden. Hans Singer informiert über die Möglichkeiten Vergiftungen zu melden, um so hoffentlich langfristig eine Verbesserung der Situation zu erreichen.
Der herzliche Dank aller Teilnehmer/-innen gilt Hans Singer und seinem engagierten Team, das bei jedem Treffen aufs Neue ein offenes Ohr für die Fragen der Anwesenden hatte und auch jederzeit bei der Arbeit am Bienenvolk beratend zur Seite stand! Mehr als einmal halfen sie mit ihren geübten Blicken bei der Suche nach der Königin oder zeigten in schwierigen Situationen die notwendigen Kniffe.
Sarah Vogt
Bilder folgen in Kürze

Imkertreffs und Vereinsaktivitäten im Jahr 2018

Liebe Imker und Bieneninteressierte,

 

Das neue Jahr ist angerollt mit Stürmen und Grippewelle. Da ist es eine Wohltat, wenn man sich an der besten Naturmedizin, dem Honig und den anderen wertvollen Produkten unserer Bienen wie Propolis, Wachs und vielem mehr bedienen kann.  Und damit es unseren geflügelten Helferinnen weiterhin gut geht, ist es wichtig, ihnen gute Lebensbedingungen zu schaffen und uns um ihre Gesundheit zu kümmern. Deshalb gibt es in unserem Verein auch dieses Jahr wieder zahlreiche Imkertreffs mit interessanten Vorträgen:

Imkertreffs und Vereinsaktivitäten im Jahr 2018

  1. März: Generalversammlung, 14.00 Uhr im Restaurant „Adria“ in Weiher mit dem Vortrag     „Toleranzzucht- die bisherigen Ergebnisse und Ziele“. Ziel ist,  zukünftig möglichst wenig Medikamente gegen die Varroa einsetzen zu müssen.

     Referent Imkermeister Dirk Ahrens vom Biozentrum der Uni Würzburg

               

  1. April: Imkertreff um 19.00 Uhr im Restaurant „Adria“ in Weiher mit dem Vortrag       „Auswinterung und Frühjahrsarbeiten“, Referent Hans Singer

 

  1. Mai: Imkertreff um 19.00 Uhr im Restaurant „Adria“ in Weiher mit dem Vortrag       „Was ist bei Vergiftungsschäden durch die Landwirtschaft zu beachten“,

     Referent Hans Singer

 

  1. Mai – 29. Juli: Bienenlehrstand in Ubstadt, jeden Sonntag von 10.00 – 12.00 Uhr

                                    Erfahrungsaustausch  

  

  1. Mai: 10.00 Uhr, Bienenlehrstand in Ubstadt, Ablegerbildung u. Oxalsäurebehandlung

                               

 

  1. Juni: Imkertreff um 19.00 Uhr am Bienenlehrstand in Ubstadt mit dem Vortrag

                 „Spätsommerarbeiten, Varroabehandlung“, Referent Hans Singer

 

  1. Juni: 10.00 Uhr, Bienenlehrstand in Ubstadt, Varroabefallskontrolle mit Puderzucker

 

  1. Juli: 10.00 – 12.30 Uhr, Bienenlehrstand in Ubstadt, Vortrag zum Tag der deutschen Imkerei, „Nutzen der Honigbienen und ihre Erzeugnisse“,

               Verkostung verschiedener Honigsorten

 

  1. Sept.: Imkertreff um 19.00 Uhr im Restaurant „Adria“ in Weiher mit dem Vortrag    „Bienenwachs“, Referent Siegfried Dietrich

 

  1. Okt.: Imkertreff um 19.00 Uhr im Restaurant „Adria“ in Weiher mit dem Vortrag     „Biodiversität: Biologische Vielfalt, Lebensräume, Artenvielfalt“,

      Referent Florian Hamel

 

  1. Nov.: Imkertreff um 19.00 Uhr im Restaurant „Adria“ in Weiher mit dem Vortrag      „Aktuelles über Bienen“, Referent Jürgen Alberti

                     

Bei jedem Imkertreff gibt es Hinweise, was aktuell bei den Bienen zu beachten ist.

 

Gäste sind immer herzlich willkommen!

 

Versammlungslokal Restaurant „Adria“ beim Sportplatz in Weiher

Anschrift: Hauptstr. 172, 76698 Ubstadt – Weiher, Tel. 07251-63245

 

Varroa-Behandlungsmittel    Achtung! nur ein Bestelltermin für 2018

 

Varroa-Behandlungsmittel können bei der Generalversammlung am 04.03.2018

ab 13.30 Uhr gegen Bezahlung bei Herrn Wolfgang Bauer bestellt werden.

Bestellen können nur diejenigen Imkerinnen und Imker, die mit einer Tierhalternummer beim

Veterinäramt registriert sind. Diese Tierhalternummer muss bei der Bestellung vorliegen.

Außerdem muss der Imker bei der Abholung persönlich unterschreiben.

Der Ausgabetermin der Varroa-Behandlungsmittel wird bei der Bestellung bekannt gegeben.

 

Wir Wünschen Ihnen allen ein gutes, erfolgreiches und gesundes neues Jahr

Tag der deutschen Imkerei

Die faszinierende Welt der Honig- und Wildbienen

Zum Tag der deutschen Imkerei hatte der Imkerverein Bruchsal e.V. am vergangenen Sonntag zum Lehrbienenstand in Ubstadt eingeladen: Dabei stand die Honigbiene ganz klar im Mittelpunkt – ist sie doch das Haustier der Imkerinnen und Imker und gilt (nach Schwein und Rind) als drittwichtigstes Nutztier in Mitteleuropa. Der Vereinsvorsitzende des Imkervereins Hans Singer ließ keine Frage der interessierten Besucher unbeantwortet: Wie baut die Biene die Waben? Wie finden sich Königin und Drohnen beim Hochzeitsflug? Wieviel Honig ‚macht‘ so ein Bienenvolk eigentlich? Und nicht zuletzt: Wie steht es denn um die Honigbiene?

Bei der letzten Frage ziehen Sorgenfalten über die Stirn von Hans Singer: Nach dem großflächigen Bienensterben am Oberrhein im Jahr 2008 hatten sich die Bestände relativ gut erholt. Diverse Schädlinge und Krankheiten verursachen zwar immer wieder Verluste an Bienenvölkern, aber die können durch strenge Hygiene- und Behandlungsmaßnahmen in Grenzen gehalten werden. Aktuell beobachten zahlreiche Imker, dass ihre Bienen vom Sammelflug nicht zurück in den Stock kommen. Aufgefundene Tiere zeigen Vergiftungserscheinungen. Die Recherchen dazu laufen auf Hochtouren. Es gilt Tierarten zu erhalten und zu schützen, ohne die die Ernährung der Menschheit nicht gelingen kann, denn 80 % der Kulturpflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen.

Im Bienenvolk von Michael Stuber sieht es zum Glück ganz gut aus – davon konnten sich die Besucher selbst überzeugen: volle Brutwaben waren darin zu sehen, und nebenbei wurde die junge Königin gefunden und sogleich mit einem weißen Punkt markiert, der sie als Königin aus dem Jahres 2017 ausweist.

Was kann nun aber der- oder diejenige zum Erhalt der Bienen beitragen, der sich nicht gleich der Imkerei widmen will? Hans Singer hat einfache Tipps dazu: Blütenpflanzen statt Steingärten, auf Insektizide verzichten oder auch einfach die Stängel von Stauden bis zum Frühjahr stehen lassen, damit der Wildbienen-Nachwuchs darin überwintern kann. Von einem schönen Projekt berichtet die Besucherin Margret Börgerding: Deutschland summt! Ein Wettbewerb dieser Initiative hat die pensionierte Lehrerin dazu inspiriert, eine kleine öffentliche Grünfläche in Zeutern insektenfreundlich umzugestalten. Täglich beobachtet sie nun mit den Nachbarskindern, wie sich dort unterschiedlichste Bienen und andere Insekten an den Blüten laben. ‚Das ist das Restaurant‘, erzählt sie schmunzelnd, ‚In jedem Baumarkt kann man heute Wildbienenhotels kaufen – aber wer ins Hotel geht, der will doch auch Essen gehen!‘ Sprich: die Tiere brauchen Blüten, in denen sie Nektar finden, und die sind in vermeintlich ‚modernen‘ Gärten rar. Anregungen und Tipps zum Wettbewerb findet man unter http://www.deutschland-summt.de/

Zum krönenden Abschluss ging ein Glas bester Frühlingshonig an das Gewinner-Paar, das das Gewicht einer vollen Honigwabe mit 2,6 kg am besten geschätzt hatte, und die großen und kleinen Besucher durften noch verschiedene Honigsorten verkosten. Der Besuch beim Imkerverein hat sich also wieder voll gelohnt. Die Gemeinde dankt den Vereinsaktiven für die gelungene Veranstaltung!

Darf beim Imkerverein nicht fehlen: der Blick ins Bienenvolk. (Foto: Silke Weber)

125 Jahre Imkerverein Bruchsal

 

Imkerverein Bruchsal e. V. feiert 125 jähriges Jubiläum

Am Samstag 15. Oktober feierte der Imkerverein Bruchsal sein 125 jähriges Jubiläum in der Mehrzweckhalle in Ubstadt. Fleißige Hände hatten diese morgens in einen Festsaal verwandelt. Phantasievoll gestaltete Dekorationen, sowie eine beeindruckende Honigtopfsammlung schmückten Tische und Wände. Eine kleine Ausstellung alter Imkereigeräte gab Zeugnis über den Wandel der Arbeitsweise in der Imkerei.
Nach dem Sektempfang, den Jungmusiker aus dem Kraichgau mit einem bunten Liederreigen umrahmten, begrüßte der Vorsitzende Hans Singer als Gäste den Bürgermeister von Ubstadt-Weiher, Toni Löffler und den Präsidenten des Landesverbandes Badischer Imker Klaus Schmieder, so wie die anwesenden Mitglieder mit Partner. Besonders bedankte er sich beim Hausherrn, Bürgermeister Löffler, für seine Hilfsbereitschaft bei der Hallenüberlassung. Herr Singer erläuterte die Chronik des Vereins. Demnach sind nach der Gründung 1891, durch 30 engagierte Imker und einem Höchststand von 278 (1951) Personen, heute 169 Mitglieder beim Verein eingetragen.
Bürgermeister Toni Löffler überzeugte bei seiner Ansprache durch fachliche Kompetenz bezüglich der Imkerei. Der Wandel von der Landwirtschaft zur modernen Agrarindustrie gestaltet allen Insekten die Nahrungssuche und damit dem Imker die Bienenhaltung und -erhaltung schwierig. Hinzukommt, dass durch die Intensivierung vermehrt insektenschädliche Mittel eingesetzt werden müssen.
Die im Zweijahresrhythmus stattfindenden Anfängerkurse und die Besuche in Kindergärten und Schulen würdigte Herr Löffler als wertvolle Bildungsarbeit des Vereins. Für die Arbeit zum Wohle der Allgemeinheit bedankte er sich bei den Imkern und dem Vorstand.
Präsident Klaus Schmieder zeigte auf, dass die Biene durch Ihre Bestäubungsleistung das drittwichtigste Nutztier nach Rind und Schwein ist. Der Bestäubungswert ist volkswirtschaftlich 15 mal höher zu bewerten als der Honigertrag. Leider kann die Honigbiene seit 30 bis 40 Jahren nicht mehr ohne den Imker überleben. Auch er bedauerte, dass das Nahrungsangebot für Bienen, Hummeln und Co. stark zurückgegangen ist und betonte die Notwendigkeit das von der EU-Agrarreform geförderte sogenannte Greening konsequent zu nutzen. Singer bedankte sich bei den Rednern mit einem Präsent.
Bei einer Diashow während des Abendessens mit Bildern aus dem Vereinsleben, wurden so manche Erinnerungen wach. Natürlich gehören zu einem Jubiläum auch Ehrungen, die gab es in Bronze für sechs Mitglieder und in Gold für 5 Mitglieder.
Zum Abschluss gab es ein Kuchenbüffet, von den Teilnehmern gespendet, das einer Konditorei zur Ehre gereicht hätte. Aktives Vereinsleben demonstrierten engagierte Mitglieder bei der Vorbereitung und Gestaltung der Jubiläumsfeier und haben so zu einem gelungenen Fest beigetragen.

Text: Ute Gauder

Honiglehrgang beim I-V Bruchsal e. V.

Der Imkerverein Bruchsal e. V. veranstaltet am 31.01.2017, 19.00 Uhr und 07.02.2017, 19.00 Uhr einen Honiglehrgang als Fachkundenachweis

 

zum Bezug der DIB Gewährverschlüsse mit dem Fachberater Siegfried Dietrich. Restaurant Adria, Hauptstraße 172, 76698 Ubstadt-Weiher.

 

Anmeldung unter Tel. 07251 60327 erforderlich.

ÖkoRegio-Tour am Tag der deutschen Imkerei beim Imkerverein Bruchsal e.V.

Zum Tag der deutschen Imkerei hatte der Imkerverein Bruchsal e.V. am vergangenen Sonntag zum Lehrbienenstand in Ubstadt eingeladen. Dabei ging es nicht nur um die Honigbiene, sondern auch um deren wilde Verwandte: Wespen, Hummeln, Wild- und Honigbienen – sie alle gehören zur Insektenordnung der Hautflügler und für manche Menschen sind sie alle gleich: gestreifte Insekten die stechen können und deshalb keine besonderen Sympathien genießen. Dass sie aber in vielerlei Hinsicht nützlich, in ihrer Lebensweise höchst unterschiedlich und keinesfalls alle schwarz-gelb gestreift und lästig sind, das erfuhren die Besucher vom Vereinsvorsitzenden Hans Singer sowie anderen Mitgliedern des Imkervereins.

Die Zwerge unter den Wildbienen bleiben nur 2 mm klein während es die Holzbiene als größte heimische Wildbiene auf bis zu 4 cm Körperlänge schafft. Flügel und Körper der Holzbiene schillern in schwarz-violett, Goldwespen glänzen überwiegend in Blautönen und viele andere Arten tragen einen mehr oder weniger gestreiften braunen ‚Pelz‘. Die Bienen-Verwandtschaft ernährt sich fast ausschließlich vegetarisch und sorgt bei ihrer Futteraufnahme für die Bestäubung unzähliger Wild- und Kulturpflanzen. Wespen und Hornissen füttern ihren Nachwuchs mit tierischem Eiweiß in Form von Läusen, Schnaken und anderen Insekten und regulieren so das Vorkommen vieler Schädlinge und Plagegeister.

Selbst die Lebensweise der verschiedenen Hautflügler kann unterschiedlicher kaum sein: Die allermeisten Wildbienen leben solitär und legen ihre Eier mit einem Legestachel in die Erde oder in Pflanzenteile. Hummeln und soziale Faltenwespen, dazu gehören auch Hornissen, bilden über Sommer mehr oder weniger große Völker, die im Spätjahr absterben – lediglich die Jungköniginnen überwintern, um im nächsten Frühjahr ein neues Volk zu begründen. Bei den Honigbienen dagegen überwintert das Volk mit seiner Königin. Deshalb legt die Honigbiene eine große Menge an Wintervorrat an, von dem der Imker einen Teil aberntet. Und selbst der Honig unterscheidet sich in Aussehen, Inhaltsstoffen und Geschmack, je nach dem von welcher Pflanze das ‚flüssige Gold‘ von den Bienen eingetragen wurde: Wie gut und verschieden die Honigarten schmecken, durften große und kleine Besucher beim Imkerverein probieren.

Köstliche Honigverkostung beim Imkerverein Bruchsal e.V.

Köstliche Honigverkostung beim Imkerverein Bruchsal e.V.